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Bewerbungsfoto weiterhin erwünscht

Wer sich auf internationalem Parkett ein wenig auskennt, der weiß, dass bei Bewerbungen in die USA ein Bewerbungsfoto das absolute K.o.-Kriterium ist. Es gelten hier sehr strenge Antidiskriminierungsgesetze, mit denen man erreichen will, dass der Bewerber ausschließlich aufgrund seiner fachlichen Qualifikation eingestellt wird und nicht aufgrund seines Aussehens. Ignoriert man dieses Gesetz, kommt die Bewerbung meist unangesehen zurück. Außer einem Foto darf eine Bewerbung in die USA folgende Angaben auch nicht enthalten:

  • Angaben zu Alter und Hautfarbe
  • Familienstand und Geburtsdatum
  • Geburtsort und Nationalität

In Deutschland sieht es allerdings noch immer ein wenig anders aus. Obwohl man auch hier seit August 2006 mit dem AGG (Allgemeinen Gleichstellungsgesetz) dafür gesorgt hat, dass Firmen nicht mehr explizit ein Foto fordern dürfen, machen sich deutsche Personaler noch immer gerne ein Bild von ihrem Kandidaten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Natürlich besteht somit immer die Gefahr, allein aufgrund seiner äußeren Erscheinung aussortiert zu werden. Noch wahrscheinlicher ist es allerdings aussortiert zu werden, weil man erst gar kein Bild mitgeschickt hat. Die Empfehlung für Deutschland ist also derzeit noch – solange es kein explizites Verbot gibt – auf jeden Fall ein Bild mitzuschicken. Doch wie soll es nun aussehen, das perfekte Bewerbungsfoto?

  • Bei einem Bewerbungsfoto gilt es in jedem Fall, auf Qualität zu achten. Hier sollte man keinesfalls sparen. Automatenbilder sind also ebenso tabu wie Ganzkörperportraits oder Fotos aus dem letzten Urlaub (gibt es alles!). Lieber zu einem professionellen Fotografen gehen, der einen ins rechte Licht rückt. Meistens werden die Bilder heute auch auf CD gebrannt, sodass man sie nach Lust und Laune wiederverwenden kann.
  • Für die Größe, das Format und die Farbe gibt es keine amtlichen Vorschriften. Hier entscheidet der persönliche Geschmack. Meistens sehen Fotos in schwarz-weiß etwas edler aus und kaschieren die ein oder andere Unebenheit im Gesicht.
  • Fügt man der Bewerbung ein Deckblatt bei, kann man auch ein etwas größeres Bild im Oberkörperformat wählen und es auf das Deckblatt kleben. Ansonsten ist ein Bewerbungsfoto in der Regel etwas größer als ein Automatenbild und misst etwa 4,5 x 6,5 cm.
  • Platziert wird das Foto, sofern man kein Deckblatt benutzt, am besten rechts oben auf dem Lebenslauf. Da das Anschreiben beim Arbeitgeber bleibt, wär es hier fehl am Platz.
  • Zum Befestigen bedient man sich am besten eines wiederablösbaren Adhäsionsklebers. So kann man das Bild mehrfach verwenden, falls die Bewerbung wieder zurückkommt. Verzichten sollte man auf Büroklammern, die hinterlassen unschöne Spuren auf dem Bild und fixieren es auch oftmals nicht richtig.
  • Zur Sicherheit sollte man auf die Rückseite des Fotos auch seinen Namen und eventuell die Adresse schreiben. Falls es abfällt, kann es so eindeutig zugeordnet werden.

Zu guter Letzt sollte man noch darauf achten, das Foto nicht einfach mit schlechter Auflösung einzuscannen, auszudrucken und aufzukleben. Das sieht meist billig und amateurhaft aus. Es sei denn man verfügt über eine entsprechend hochwertige Ausrüstung.

Auf Focus Online plaudern Personaler aus den Nähkästchen und geben ihre persönlichen Bewerbungs-Vorlieben preis.

Viel Glück mit dem richtigen Bild!

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