Der Bachelor gilt als erster berufsqualifizierender Abschluss. Dennoch wagen sich bisher nur wenige Absolventen mit diesem Abschluss auf den Arbeitsmarkt. Dabei warten einige Unternehmen händeringend auf neue Fachkräfte. Sie stellen allerdings auch ihre Anforderungen an den neuen Abschluss
Der Großteil der Bachelorabsolventen bleibt bislang an der Uni. An den Fachhochschulen nehmen im Schnitt 54 Prozent der Bachelorabsolventen ein Jahr nach der Abschlussprüfung ein weiterführendes Studium zum Master auf, an den Universitäten sind es sogar 77 Prozent. Einer Umfrage zufolge wünschen sich die Unternehmen vor allem, dass die Bachelor-Absolventen in der Lage sind, sich schnell in neue Fachgebiete einzuarbeiten und ihr Wissen auf neue Problemstellungen anzuwenden – und das möglichst selbständig. Auch Sozialkompetenzen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit erfüllen nicht immer alle Erwartungen der Unternehmen. Dagegen scheint spezielles Fachwissen oder die Kenntnis wissenschaftlicher Methoden den befragten Unternehmen nicht ganz so wichtig zu sein. Auf die Praxis kommt es an! Unterschiedlich beurteilt werden die analytischen Fähigkeiten der Bachelor-Absolventen. Hier stehen Anspruch und Realität nicht unbedingt im Einklang miteinander. Die Betriebe geben an, dass der Einarbeitungsbedarf bei den Bachelors oftmals höher sei, als bei den Diplomanden. Wer von den Bachelor-Ingenieuren seinen Job gefunden hat kann nicht klagen.
Gehaltserwartungen
Das Einstiegsgehalt beträgt hier laut der Umfrage zwischen 30.000 und 40.000 Euro, einige kommen sogar auf ein Jahresgehalt von 50.000 Euro. Auch Betriebe, die in der Tendenz unzufrieden mit den Bachelors sind, weichen von diesem Gehaltsgefüge nicht ab. Auch hinsichtlich der Einstiegspositionen müssen sich die Bachelors wenig Sorgen machen. Unabhängig von der Leistungsbewertung starten sie -wie ihre Kollegen mit dem Master oder Diplom – in den meisten Unternehmen als Sachbearbeiter oder Projektmanager ins Berufsleben.

