Print Shortlink

Das Bewerbungsschreiben: Positive Eigenschaften hervorheben

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen wächst der Druck auf den Einzelnen. Mehr und mehr Bewerbungen kommen wieder auf eine Stellenausschreibung, für den Bewerber bedeutet das: Noch perfekter als die Konkurrenz zu sein, die eigenen positiven Eigenschaften noch deutlicher hervorheben. Verabschieden sollte man sich endgültig von alten Standardfloskeln wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Annonce im Stadtanzeiger gelesen.“

Da die meisten Arbeitgeber zunächst den Lebenslauf lesen, sollte man in jedem Fall vermeiden, dasselbe noch einmal im Anschreiben zu erzählen. Hier ist vielmehr der Raum für Ihre Motivation um die neue Stelle und Ihre positiven Soft- und Hardskills. Vermeiden sollte man auf jeden Fall auch mehr als eine Seite zu verwenden. Mehrseitige Monologe sind bei den meisten Personalern verpönt. Versuchen Sie, die entscheidenden Informationen zu komprimieren und Unwichtiges zu streichen.

Taktisch geschickt ist es, sein stärkstes Argument an erster Stelle zu bringen. Im Normalfall ist dies die derzeitige Position. Andernfalls bricht der Personalentscheider vielleicht vorzeitig das Lesen ab und dringt gar nicht erst bis zu Ihrem Trumpf vor. Weitere Argumente, die für Ihre Person auf dieser Stelle sprechen, sollten Sie dann nach absteigender Relevanz ordnen.

Vermeiden sollte man auf jeden Fall auch nichtssagendes Blabla, wie man es oftmals von Trainern und Coaches liest: „Durch eine gemeinsame Analyse der vorhandenen Schwachstellen verbessern wir den internen Kommunikationsprozess und verhelfen Ihrem Unternehmen somit zu einer ökonomischeren Organisationsstruktur.“

Solche Sätze wollen schlau klingen, sind aber unnütz, dämlich und unverständlich. Verlieren Sie sich auch ansonsten nicht abstrakten Worthülsen wie „Kommunikationsstärke“ und „Organisationstalent“, sondern präzisieren Sie Ihre Fähigkeiten und kommen Sie auf den Punkt. Schreiben Sie also lieber, dass Sie Erfahrungen im Umgang mit Kunden haben und schon dieses oder jenes Event selbständig organisiert haben.

Hat man seine positven Eigenschaften gut herausgearbeitet, kann man sich an die Begründung für seine Bewerbung machen. Am Geschicktesten ist es hier, bereits die positiven Eigenschaften weiter oben so auf die Stelle zuzuschneidern, dass es so aussieht, als wären Sie für diese Stelle geboren – natürlich ohne von der Wahrheit abzuweichen.

Wenn Sie wollen, können Sie im letzten Abschnitt eine Referenzperson angeben, die Sie natürlich über Ihre Bewerbung und Ihre positiven Eigenschaften informieren sollten. Nichts ist peinlicher, als wenn der Personaler bei Ihrer Referenzperson anruft und diese von der Bewerbung gar nichts weiß.

Den Schlussatz sollte man nicht im Konjunktiv formulieren: „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen“ sondern besser „Ich freue mich, Sie bald kennenlernen zu dürfen.“

Leave a Reply