Print Shortlink

Der Lebenslauf – Aufbau und Formatierung

Der Lebenslauf ist ein überaus wichtiger Bestandteil Ihrer Bewerbung. Von vielen Personalern wird er sogar vor dem eigentlichen Anschreiben gelesen, denn der Lebenslauf kann nicht lügen 😉

Aus diesem Grund sollte man auf das Erstellen des Lebenslaufs höchste Sorgfalt walten lassen. Früher wurde oftmals empfohlen, den Lebenslauf von Hand zu schreiben, damit die Arbeitgeber anhand der Schrift Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers ziehen können. Heute kann man diesen Ratschlag, bis auf wenige Ausnahmen, getrost vergessen. Einige Branchen (vor allem diejenigen mit einem harten Auswahlverfahren, z.B. im öffentlichen Dienst) beharren allerdings manchmal noch immer auf einen handgeschriebenen Lebenslauf, anhand dessen dann ein graphologisches Gutachten erstellt wird.  In der Regel ist man aber mit einem computergeschriebenen Lebenslauf in tabellarischer Form auf der sicheren Seite, dennoch sollte man natürlich immer auf die Vorgaben der jeweiligen Stellenanzeige achten.

Primär sollte der Lebenslauf vor allem eines sein: Übersichtlich. Verkünsteln Sie sich nicht in Schachtelsätzen. Der Arbeitgeber will in erster Linie wissen, was sie wann und wo gemacht haben. Wie sie das gemacht haben, steht in der Regel im Anschreiben. Ein Lebenslauf besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten:

  • Der Kopf mit persönlichen Daten (Name, Anschrift etc.)
  • Der Hauptteil mit einzelnen Stationen aus dem Leben (Schulbildung, Praktika, Berufstätigkeit(en))
  • Ein thematisch relevanter Block mit Zusatzausbildungen (Sprachkenntnisse, EDV-Kenntnisse, Hobbys)
  • Schluss (Datum und Unterschrift)

Oftmals ist der Bewerber verunsichert, ob er der Hauptteil thematisch oder chronologisch ordnen soll. Personalverantwortliche bevorzugen eindeutig die chronologische Ordnung, mit dem einfachen Hintergrund, dass er so schnell und einfach auf Lücken überprüft werden kann. Eine thematische Sortierung könnte schnell zu dem Verdacht führen, ebensolche Lücken kaschieren zu wollen.

Die letzte Station zuerst oder umgekehrt?

Traditionelle Methode in Deutschland ist es, im Lebenslauf mit der Schulbildung zu beginnen und mit der aktuellen Position aufzuhören. Das angloamerikanische System funktioniert allerdings genau umgekehrt. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, sich hierbei dem Unternehmen anzupassen, bei dem man sich bewirbt. Wirkt es eher modern und international oder ist die Umgangssprache gar Englisch, dann ist auf jeden Fall das angloamerikanische System mit der aktuellen Position an erster Stelle zu bevorzugen. Bei alteingesessenen deutschen Firmen und kleinen regionalen Unternehmen, die in der Regel wenig Kontakt zum Ausland haben, sollte man die traditionelle Methode anwenden.

Leave a Reply