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Die Initiativbewerbung

Vorteil einer Initiativbewerbung ist, dass die Konkurrenz um die Stelle verschwindend gering ist, während es bei einer ausgeschriebenen Stelle schon mal dazu kommen kann, dass hunderte von Bewerbern sich um ein und dieselbe Stelle prügeln. Vielfach besteht in den Firmen auch schon weit vorher ein Bedarf an Personal, bevor man sich überhaupt dazu entschließt eine Anzeige zu schalten, was natürlich mit Aufwand und Kosten verbunden ist.

Hilfreich kann es auch sein, alte Stellenanzeigen durchzuforsten und zu schauen, welche Firma welches Personal sucht. Der Nachteil ist, dass man nicht weiß, ob die jeweilige Firma überhaupt Personal sucht. Vielversprechend ist es vor allem, etwas größere Firmenneugründungen unter die Lupe zu nehmen, denn hier wird oft nach kurzer Zeit schon Personal gebraucht. Auch sollte man sich auf der Businessplattform Xing anmelden, denn hier lassen sich hervorragende Geschäftskontakte knüpfen und in entsprechenden Foren auch Vakanzen einsehen. Außer im Betreff unterscheidet sich eine Initiativbewerbung wenig von einer konventionellen Bewerbung. Während man sich bei letzterer natürlich die ausgeschriebene Stelle genau durchgelesen haben muss und auf die entsprechenden Positionen eingehen sollte, hat man einer Initiativbewerbung mehr „kreativen Handlungsspielraum“. Aus dem Betreff sollte eindeutig hervorgehen, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt, sowie natürlich die Bezeichnung der gewünschten Position (also z.B. „Initiativbewerbung als Buchhalter“). Da Sie sich bei einer Initiativbewerbung im einleitenden Satz nicht auf eine Stellenanzeige beziehen können, sollten Sie an dieser Stelle angeben, warum Sie sich bei dieser Firma und um diese Position bewerben. Weil man damit rechnen sollte, dass das Profil evtl. zwar zu der Firma passt, aber momentan keine Stelle frei ist, sollte man dem Personalverwantwortlichen mitteilen, dass die Bewerbung behalten werden und gegebenenfalls darauf zurückgegriffen werden kann. Eine passende Formulierung würde hier in etwa lauten: „Sie können die Bewerbung gerne behalten, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder darauf zurückzukommen.“ Viele Personaler melden sich tatsächlich manchmal Monate oder sogar Jahre später noch (worauf man sich aber natürlich nicht verlassen sollte 😉

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2 Responses

  1. Stefania Avellino

    Sehr geehrter Hr. Eschmann,

    es handelt sich sicherlich um einen Fehler vom Verlag. Schauen Sie bitte der Text auf Seite 53 an. Dort steht wie folgt: „Da mich Ihre Produkte und Dienstleistungen sehr ansprechen, würde ich gerne künftig für Sie im Bereich „Marketing“ für Sie tätig werden“. Also, 2mal für Sie.
    Sie sind der Experte aber in meine Ohren klingt das falsch. Falls es noch nicht korrigiert wurde und wirklich falsch sein sollte, dann können Sie das jetzt „bereinigen“ lassen. Sonst, passt alles! 🙂 Vielen Dank für die gute Tipps.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefania Avellino

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