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    Lohnt sich eine Bewerbungs-Website?

    Von Bewerbungs-Check | 22.Januar 2010

    Im Zeitalter des Web 2.0 wohl eine normale Entwicklung: Viele Menschen gehen dazu über, sich eine eigene Bewerbungs-Webseite einzurichten (oder einrichten zu lassen). Doch lohnt sich eine solche Online-Präsentation überhaupt?

    Für einige Berufsstände ist eine eigene Webseite ein wirklich hilfreiches Instrument der Selbstvermarktung. So können beispielsweise Designer, Maler, Fotografen oder andere Künstler ihre kreativen Ergüsse ansprechend online präsentieren. Wichtig ist es dabei allerdings drauf zu achten, einen Profi mit der Erstellung zu betrauen oder sich nur selbst an das Experiment zu wagen, wenn man sich gut mit der Materie auskennt und ein Händchen für Farben und Formen hat. Andernfalls geht die ganze Sache nämlich schnell nach hinten los – es gibt kaum eine bessere Form der Negativwerbung für sich selbst als eine miserable Webseite.

    Die meisten Fertig-Baukastensysteme, mit denen selbst Laien einen Webauftritt realisieren können, verfügen über eine schlechte Technik, mit der eine erfolgsversprechende Suchmaschinenoptimierung schier ein Ding der Unmöglichkeit ist. Leider erkennt das oft nur der Profi, den man einfach mal “unter die Haube” schauen lassen sollte. Die quantitativ (und meist auch qualitativ) begrenzten Vorlagen (Templates/Themes) werden die meisten Besucher schon von anderen Webseiten kennen, es mangelt einer solchen Präsenz also ganz gewiss an Individualität und man wird sofort sehen, dass hier kein Geld in eine ansprechenden Webauftritt investiert wurde.

    Bewerber sollten auch davon absehen, sich eine Standard-Webseite mit ihrem Lebenslauf einzurichten und dann im Bewerbungsschreiben nur noch auf diese zu verweisen. Dem Personaler wird hier (zu Recht) die individuelle Motivation des Bewerbers für die ausgeschriebene Stelle fehlen. So etwas hinterlässt immer den Eindruck einer 08/15-Geschichte -Massenabfertigung 2.0. Daher sollte eine solche Online-Präsentation allerhöchstens begleitend zu einer Bewerbung betrieben werden, um beispielsweise noch zusätzliche Informationen zu liefern, für die im Anschreiben und/oder Lebenslauf einfach kein Platz mehr war. Dass man auf Urlausbilder, exzessive Hobby-Beschreibungen und ähnliches hier eher verzichten sollte, versteht sich von selbst. Lieber in einem solchen Fall noch eine separate Webseite einrichten, die ausschließlich  dem Hobby gewidmet ist.

    Fazit: Eine eigene Bewerbungs-Webseite KANN für das Selbstmarketing einen Vorteil bringen, wenn sie a) professionell gestaltet wurde und b) höchstens als zusätzliche Informationsquelle für den Personaler angeboten wird, nicht als ausschließliche.

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