Die kontroversen Diskussionen um den Bachelor und Master reißen nicht ab. Wurde zunächst der Bachelor von vielen als “Schmalspurstudium” süffisant belächelt, so scheint sich mittlerweile das Blatt gewendet zu haben. Die knallharten Anforderungen, wie permanente Anwesenheitspflicht, strenge Notengebung und durchstrukturierter Stundenplan sind bis zu den Arbeitgebern vorgedrungen und für die Absolventen des neuen Abschlusses stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile gut.
War es doch wohl nur eine Frage der Zeit, bis die neuen Abschlüsse gewürdigt und akzeptiert werden. Auch wenn man für eine Bachelorarbeit im Schnitt etwas weniger Zeit zur Verfügung hat als für das Erstellen einer Diplomarbeit, so sind die Anforderungen an die Studenten teilweise so gewaltig, dass sie im Frühjahr massenweise auf die Straßen zogen um gegen die neuen verschärften Bedingungen zu protestieren.
Wie kommt der neue Abschluss nun in der Wirtschaft an? Laut einer neuen Studie des Kasseler Instituts mittlerweile gar nicht mal schlecht! So wurde in der Studie analysiert, wie die Studenten den Sprung in den Job schaffen, wie sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind und was sie verdienen. Tenor der Untersuchung: Bachelorabsolventen schaffen es fast ganz normal in die Berufswelt.
Im Schnitt suchen die Bachelorabsolventen gut drei Monate nach einer Arbeit, genauso lange wie ihre Kommilitonen, die noch den guten alten Magister oder ein Diplom absolviert haben. 86 % davon bekommen einen Vollzeitjob.
Die Daten wurden Ende 2008 erhoben, als Wirtschaftskrise in vollem Gang war. Dieser Einfluss bleibt deswegen in der Analyse unberücksichtigt, da noch keine Vergleichsdaten mit 2009 vorliegen.
Bemerkenswert ist aber auch, dass 3/4 der Bachelor-Absolventen sich erst gar nicht auf dem Arbeitsmarkt umsehen, sondern an der Uni bleiben und noch den Master dranhängen. Die Arbeitslosenquote unter den Bachelor-Absolventen liegt bei mickrigen 3%, was dem Durchschnitt aller Absolventen entspricht, egal welchen Abschluss sie erworben haben.
Fazit: Keine Angst vor dem Bachelor! Wer sich nach erfolgreich absolviertem Studium noch nicht in die Arbeitswelt trauen will, kann ja noch den Master dranhängen und/oder sich einstweilen bewerben.

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