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StudiVZ & Co – Jobkiller 2.0

Wohlwissend, dass viele Arbeitssuchende sich mit ihrer Bewerbung die größte Mühe geben, um ihre Person in ein möglichst gutes Licht zu rücken, gehen immer mehr Personalentscheider dazu über, eigene Recherchen im Internet über ihre Kandidaten anzustellen. Google hat ein gutes Gedächtnis und tief muss der Personaler meist nicht graben, um einen Blick hinter die Fassade des Bewerbers zu werfen. Erster Anlaufpunkt ist meist das vor allem bei Schülern, Studenten und Absolventen so beliebte StudiVZ, wo oftmals hemmungslos Fotos von der letzten Party hochgeladen werden, die einen in nicht gerade vorteilhaften Situationen zeigen.

Auch die Gruppenzugehörigkeit sagt viel über die Persönlichkeit eines Menschen aus, so wird ein Mitglied der Gruppe „Arbeit ist scheiße“ in Erklärungsnotstand kommen, wenn es seine Motivation für die Besetzung ausgeschriebenen Stelle darlegen soll. Laut einer Studie, die ich auf der „Karrierebibel.de“ gefunden habe, recherchieren mittlerweile 22 % der Personalentscheider im Internet, bevor sie einen Kandidaten zum Vorstellungsgespräch einladen.

Die Lösung: Bevor man sich irgendwo bewirbt, erstmal bei Yasni, in der Google Bildersuche und bei StudiVZ nachsehen, ob dort nicht Informationen zu finden sind, die einem zum Nachteil ausgelegt werden können. Am Besten stellt man bei StudiVZ sein Profil so ein, dass nur Freunde darauf zugreifen können oder noch besser, man lädt erst gar keine Bilder hoch, die einem im Ernstfall mehr schaden als nützen.

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3 Responses

  1. Claudia

    Sehr gute Information für Bewerber! Welche Möglichkeiten hat man denn, bereits im Internet kursierende Bilder und Infos wieder zu eliminieren?
    CW

  2. Bewerbungs-Check

    Hallo Claudia,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Leider stehen die Chancen nicht sonderlich gut, wenn man einmal im Internet veröffentlichtes Datenmaterial wieder entfernen möchte. Was den Google-Index betrifft, so kann man mit Hilfe einer einfachen robots.txt den Spider davon abhalten, Bilder oder auch ganze Seiten in den Index aufzunehmen. Dies gilt allerdings natürlich nur für die eigene Seite:

    http://www.google.de/support/webmasters/bin/answer.py?answer=35303

    Mittlerweile gibt es auch diverse Dienstleister, die sich auf das Aufspüren und entfernen kompromittierender Daten im Internet spezialisiert haben. Wie effizient oder erfolgreich diese Dienstleister arbeiten, kann ich aber nicht sagen. Am sichersten ist es immer noch, aufzupassen was man sagt und welche Medien man ins Netz stellt. Gleichzeitig auch auf die Einstellungen der Privatsphäre achten. Man muss sich ständig bewusst sein, dass unter Umständen sehr viele Menschen Zugriff auf die eingestellten Daten haben. Ein bei YouTube hochgeladenes Video kann beispielsweise in Sekunden millionenfach kopiert werden und ist anschließend nicht mehr aus dem Netz zu entfernen, weil es ständig an einer neuen Stelle auftaucht.

  3. Efi

    Bewerbungs-Check: höchst professionell, außerordentlich hilfreich, einfach großartig.
    Kompliment, Frank Eschmann!

    Schöne Grüße aus Österreich
    EP

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