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Das Vorstellungsgespräch – Fangfragen richtig kontern

Die meisten Personaler wissen natürlich, dass der Bewerber sich nur im besten Licht präsentieren will. Daher gibt es einige Fangfragen, auf die man beim Bewerbungsgespräch vorbereitet sein sollte:

  • Mit der Frage nach der zukünftigen Lebensplanung möchte der Personaler herausfinden, ob man beabsichtigt, in der Firma alt zu werden oder die Position nur als „Sprungbrett“ für eine bessere Stelle benutzen möchte. Selbstredend, dass ein beabsichtigter Zwischenschritt auf der Karriereleiter nicht den besten Eindruck hinterlässt.
  • Fragt der Personaler nach der wirtschaftlichen Situation in derzeitigen Betrieb, möchte er herausfinden, ob man gerne das sinkende Schiff verlassen will. Damit überprüft er die Loyalität zur Firma.
  • Vermeiden sollte man in jedem Fall, aus irgendeinem Grund beleidigt zu reagieren oder in negativer Art und Weise über den derzeitigen Betrieb und/oder seine Kollegen herzuziehen. Das wäre ein klares Ausschlusskriterium, denn wer über seinen alten Betrieb schlecht spricht, wird das irgendwann vielleicht auch über den neuen tun.
  • Sehr beliebt ist auch die Frage nach einer Selbsteinschätzung auf der Skala von 1-10. Nur ein Angeber wählt hier für sich selbst die 10, mit ihm wird man erwartungsgemäß Probleme bekommen, vor allem in Bezug auf das Respektieren hierarchischer Strukturen. Ein Angsthase wird dagegen eine Zahl unter 7 wählen. Auch er wird wahrscheinlich wegen mangelndem Selbstbewusstsein aus der Schar der Bewerber ausscheiden. Wählen Sie eine Zahl dazwischen und begründen Sie Ihre Wahl. Kleinere Schwächen zuzugeben ist nicht schlimm – solange sie nichts mit der ausgeschriebenen Position zu tun haben oder sich negativ auf Ihr Sozialverhalten auswirken.  Nennen Sie idealerweise bei der Frage nach Ihren Stärken immer die Eigenschaften, die für die ausgeschriebene Position relevant sind.
  • Frauen interessieren sich oftmals vor allem dafür, wie sie auf die Frage nach einer aktuellen oder geplanten Schwangerschaft reagieren sollen: Normalerweise weiß der Personalverantwortliche, dass diese Frage nicht bzw. nur in Ausnahmefällen gestellt werden darf, nämlich dann, wenn wenn es um Arbeiten geht, die von Schwangeren nicht ausgeführt werden dürfen (z.B. Umgang mit gefährlichen Chemikalien). Hier müssen Sie wahrheitsgemäß antworten. Sollte er es dennoch tun, so lautet Ihre Antwort: Nein!
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One Response

  1. Das Vorstellungsgespräch: Die richtige Vorbereitung | Bewerbungs-Check

    […] Seien Sie auf persönliche Fragen und kennen Sie die Fragen, auf die Sie nicht zwangsläufig (ehrlich) antworten müssen. […]

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