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Was gehört alles in die Bewerbungsmappe?

Gerade Menschen, die ein bewegtes Leben hinter sich haben und die Stelle häufiger gewechselt haben fragen sich oftmals, welche Unterlagen sie überhaupt mitschicken sollen. Muss das Abi-Zeugnis wirklich mit, das DOS-Seminar an der Volkshochschule und auch das Zertifikat aus dem Spanisch-Kurs von vor 15 Jahren?

Was eigentlich selbstverständlich sein sollte aber hier noch einmal geklärt sein muss: In eine Bewerbung gehören immer nur Kopien, keine Originale. Vielfach macht man sich nämlich heute auf Firmenseite schon gar nicht mehr die Mühe, die Unterlagen zurückzuschicken – als Bewerber hat man dann ein echtes Problem. Außer bei Stellen im öffentlichen Dienst kann man auf eine Beglaubigung der Zeugnisse getrost verzichten. Bei Schulzeugnissen zählt generell nur der höchste Abschluss. Legen Sie also bei einem Realschulabschluss das Realschulzeugnis vor und bei Abitur das Abi-Zeugnis. Auch wenn Sie beispielsweise einen Abschluss auf einer Handelsschule oder Berufsfachschule erworben haben, gehört dies unbedingt zu den Unterlagen. Haben Sie mehrere Sprachkurse oder Computerkurse besucht, wählen Sie stets nur den anspruchsvollsten Abschluss (z.B. Toefl-Test oder ähnliches). Vermeiden Sie es, den Personaler mit nutzlosen Zertifikaten zuzuschütten. Beachten Sie einfach die Sinnhaftigkeit des Zertifikats: Bei einer Bewerbung als Maschinenschlosser wird ihr großes Latinum eher irrelevant sein (ein Hinweis im Lebenslauf reicht da aus). Hingegen kann für eine Bewerbung als Marketing-Manager das Zertifikat einer Fortbildung in diesem Bereich äußerst sinnvoll sein, wenn sich die daraus erworbenen Kenntnisse z.B. direkt auf die ausgeschriebene Stelle beziehen. Vermeiden Sie es, uralte Zertifikate über Computerkurse mitzuschicken. Damit ist vor allem „Grundlagen in Windows“ „MS DOS“ und ähnliches gemeint. Solche Bescheinigungen rücken Ihre Kompetenzen eher in ein schlechtes Licht, vor allem, wenn sie älter als 4 Jahre sind, weil sich gerade der Informatikbereich mit einer rasanten Geschwindigkeit weiterentwickelt. Was Sie auf jeden Fall beifügen müssen sind Ihre Arbeitszeugnisse, selbst wenn diese schlecht ausgefallen sind. Sie dienen als Beleg ihrer Tätigkeit in der jeweiligen Firma. Fehlt ein Arbeitszeugnis, dann könnte der Personalentscheider denken, dass Sie etwas zu verheimlichen haben oder schlichtweg in Ihrem Lebenslauf gelogen haben. Die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch sinken in solchen Fällen gegen Null. Wertvolle Informationen rund um das Thema Arbeitszeugnis gibt es auf www.mein-arbeitszeugnis.com. Praktikumsnachweise sind vor allem für Berufsanfänger unerlässlich um praktische Erfahrung im jeweiligen Bereich zu demonstrieren. Für ältere Bewerber ist dies nur notwendig, wenn sich das Praktikum direkt auf die ausgeschriebene Stelle bezieht. Arbeitsproben brauchen Sie nur mitschicken, wenn es für Ihre Branche üblich ist. In der Regel handelt es sich hier um Berufe im Bereich Grafik-Design oder auch Journalisten und Texter. Achten Sie darauf, die Dateien in einem Mac- und Windows-kompatiblen Format mitzuliefern, da gerade Werbeagenturen häufiger mit Mac arbeiten als mit Windows.

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